
Keller AG Ziegeleien
Keller blickt mit R-O-B in die Zukunft.
100 Jahre Erfahrung ist kein Grund sich auszuruhen. Während der letzten Jahre entstand ein Unternehmen mit einem umfassenden Angebot an Mauersteinen, Wandsystemen und vorfabrizierten Bauteilen. Sowohl die Produkte von Keller AG Ziegeleien als auch die Baudienstleistungen wie das Fassadenengineering, der Baudienst und die Generalunternehmung werden zielstrebig weiterentwickelt.
Eine Folge dieses Bestrebens, innovativ zu sein, ist das Gemeinschaftsprojekt mit der Assistenzprofessur Architektur und Digitale Fabrikation der ETH Zürich von Gramazio & Kohler. Synergien nutzen und etwas völlig Neues auf die Beine stellen, so lautete die Devise. Daraus entstand R-O-B, der mobile Industrieroboter, der Wandelemente mit frei wählbaren Motiven herzustellen vermag. Übrigens, eine absolute Weltneuheit.
Mit der Gestaltung und Fabrikation der Fassade für den Erweiterungsbau des Weinguts
Gantenbein wurde das Konzept auf dem R-O-B beruht erstmals an einem realen Bauprojekt angewandt. Mit einem Mailings stellten wir den Industrieroboter R-O-B in den Mittelpunkt und ladeten damit ausgewählte Architekten, Bauherren, Generalunternehmer und Journalisten ein, beim Weingut Gantenbein einen Augenschein und einen edlen Tropfen zu nehmen. Der Event war ein voller Erfolg.

Die Idee
Der Grundstein der Projektkommunikation.
Die Problematik lautete: Wie kommunizieren wir die neuen Möglichkeiten, die R-O-B bietet, ohne ausreichend Referenzbauten vorweisen zu können? Wie können wir zeigen, dass der R-O-B eine technische Weltneuheit ist? Dass wir zeigen müssen, was R-O-B kann, war von Anfang an klar. Stararchitekten beauftragen konnte nicht die Idee sein, weil ein solches Projekt bei der Zielgruppe zu viel Angriffsfläche bieten würde. So entstand die Idee, zwei Künstler mit einem Projekt zu beauftragen. Schweizer Künstler, die über die Landesgrenzen hinaus bekannt sind. Mit David Renggli und Kerim Seiler sind wir fündig geworden. Die Idee, zwei Künstlern absolut freie Hand zu gewähren und deren Interpretationen auch getreu ihren Wünschen umzusetzen, hat Keller Ziegeleien unheimlich gefordert – sowohl mit ihrem ganzen technischen Know-how wie auch in ihrem kreativen Denken.
Mit einem Flyer, einer animierten Microsite, die der www.keller-ziegeleien.ch vorgelagert ist und einem Artikel in der Kundenzeitung «Ziegelpresse» stellten wir der Zielgruppe zusammenfassend R-O-B und das R-O-B-Kunstprojekt vor.

Die Umsetzung
Eine Idee nimmt Formen an.
Zwischen Idee und Umsetzung lagen unzählige Besprechungen und Tests. Ideen mussten verworfen werden, weil sie statisch schlicht unmöglich zu realisieren waren, die Auseinandersetzung war intensivst für sämtliche Beteiligten. Umso grösser war die Freude als beide Skulpturen aufgerichtet wurden.
Pünktlich zur «Swissbau»-Messe lancierten wir die neue Kampagne für Keller Ziegeleien AG. Selbstverständlich haben wir auch den Messestand ganz im Sinne von R-O-B designt. Um den Skulpturen die nötige Dramatik zu geben, fotografierte der bekannte Architekturfotograf Valentin Jeck vier Sujets, und zwar mit der Alpa Kamera, die extreme Weitwinkel zulässt. Zwei Sujets wurden in der internationalen Fachpresse publiziert.
Und weil die Arbeitsweise des Industrieroboters R-O-B und die Dimension des «R-O-B Kunstprojektes» nur schwer in Worte zu fassen ist, haben wir einen Film produziert, der sowohl an der «Swissbau» als auch auf dem Internet gezeigt wurde. Film: Oliver Neubert, Abaku Film, Musikkomposition: Richard Dorfmeister



Das letzte Kapitel zum R-O-B Projekt
Nehmen Sie einen Augenschein und klicken Sie aufs Bild.
Das R-O-B Projekt hat uns während zweier Jahre intensiv begleitet. Als krönenden Abschluss sozusagen haben wir ein Kunstbuch erstellt, das einen intimen Einblick in das Making of des gesamten Projekts gewährt. Von der Idee bis hin zur Realisation zeigen wir wichtige Momentaufnahmen, fotografiert von Angi Tomas, Manuel Rickenbacher, Martin Stollenwerk sowie die Kunstwerke selbst, interpretiert und fotografiert von Valentin Jeck. Sämtliche Kommentare stammen aus der Feder der beiden Kunsthistoriker Fredi Fischli und Niels Olsen. Die Auflage ist limitiert.
Wir möchten uns herzlich bei allen bedanken, die dieses abschliessende Buchprojekt ermöglicht haben. Dem Herausgeber, Christian Keller, CEO der Keller AG Ziegeleien, den oben aufgeführten Fotografen, Gerardo Gordano von sota, der unglaublich viele Stunden aufgewendet hat für die schwierigen Lithos und vor allem Beat Zbinden und Marius Ziegler von der Sihldruck AG.